Bricciusbote

DER BRICCIUSBOTE ist unser Kirchenblättchen.  Hier erfahren Sie alle Termine und manche andere interessante Information über unser Gemeindeleben.

August September 2020 Oktober 2020

 

 

Auf Wunsch können wir Ihnen den aktuellen Bricciusbote als PDF-Dokument zusenden. Teilen Sie uns bitte per   mit,  ob Sie den Bricciusbote regelmäßig auf diesem Weg erhalten möchten.

 

 

 

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Monatsspruch
August
1. Psalm 139, 14
Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. Monatsspruch
September
2. Korinther 5, 19
Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl. Monatsspruch
Oktober
Jeremia 29, 7

Ich glaube, hilf meinem Unglauben

Jahreslosung 2020
Markus 9, 24

Liebe Leserinnen und Leser,

die Worte der Jahreslosung entstammen einer Heilung, wie sie im Markusevangelium berichtet wird. Ein Vater bringt seinen kranken Sohn zu Jesus. „Wenn Du kannst, so hilf ihm“, sagt der Vater und Jesus antwortet: „Alle Dinge sind möglich, dem der glaubt.“ Und der Vater antwortet eben jene Worte der Jahreslosung. Ehrlich, widersprüchlich und wohl aus tiefstem Herzen mit großer Liebe zu seinem Sohn. Er weiß, niemand kann hier heilen. Ich habe nicht die Kraft. Aber da bist Du, der Heiler, Rabbi, Erlöser, Messias, Sohn Gottes. Ich sehe die Taten, die du tust. Ich habe gehört von dir. Ich würde gerne meinem Sohn helfen – aber ich kann es nicht. Ich glaube, hilf meinem Unglauben.

Heute? In der Kirche kommen wir zusammen, hören Gottes Wort, singen, beten. In Kreisen und Gruppen haben wir Gemeinschaft, geben einander Kraft. Das ist gut. Wir gehören zu seiner Gemeinde. Zugleich gibt es viel, was Sorgen bereitet: Weniger Christinnen und Christen, weniger Geld in den Gemeinden und in Zukunft auch auf anderen Ebenen. Weniger Mitarbeitende. Und dann sind da ja auch noch all die Dinge, die mit unserer an vielen Stellen kranken Welt und Umwelt zusammenhängen von denen wir hören und sehen.

Woher kommt uns Hilfe? Der Anfang der Hilfe geschieht genau dort, wo wir wie der Vater in der Begegnung mit Jesus unsere Ohnmacht erkennen. Wenn Gottes Geist wirken soll, braucht es die Möglichkeit loszulassen: vom eigenen Stolz, alles selbst machen zu wollen, von der vom Menschen gemachten Welt, ja sogar vom eigenen Leben. Wer glaubt erkennt, dass dieser Glaube etwas mit Demut zu tun hat. Einen Schritt zurück gehen, Runterfahren, Innehalten und beginnen mit Hören, Lauschen und hoffen: da kann einer helfen. Das Ziel und der Ursprung unseres Glaubens ist Gott. Und Gott ist alles möglich – darauf können wir vertrauen.

Gebet
Barmherziger Gott, Du kommst auch uns nahe in Jesus Christus.
Hilf uns, seine Gegenwart bei allem was wir tun zu fühlen.
Schenke uns Licht in Dunkelheit, Dankbarkeit im Alltag.
Du bist unser Ursprung und unser Ziel.

Amen
Pfarrer Martin Schmelzer