Informationen aus dem Archiv

Nach den Bauarbeiten nutzen wir unsere Kirche wieder 
Seit Sonntag, dem 9. August 2015, nutzen wir unsere Kirche wieder. Die neue Heizungsanlage ist fertig. Sie ersetzt die alten, teilweise defekten Außenwandheizer aus den 70er Jahren. Die neuen Heizkörper werden von einer Therme in der Sakristei gespeist. Zusätzlich haben sie noch einen kleinen Ventilator, welcher die Warmluftzirkulation beschleunigt. Auch die Sakristei hat einen Heizkörper erhalten. Die Kinder haben zum Kindergottesdienst in den kühleren Monaten einen beheizten Raum. Vor der Kanzel, am Pult, gibt es jetzt unter dem Holzpodest eine Fußbodenheizung. Somit sollte der Pfarrer oder die Pfarrerin künftig während langer Predigten keine kalten Füße bekommen. Die Fußbodenheizung wurde freundlicherweise von der ausführenden Klempnerfirma, der Firma Banse, gesponsert.

Nach Beendigung der Bauarbeiten für die Heizung haben Mitarbeiter der Firma Schneemelcher noch vor dem ersten Gottesdienst die reparierten farbigen Fenster in der Nordwand wieder eingesetzt. Außen sind diese jetzt durch bessere, stabilere Schutzgitter geschützt.
Fenster August 2015
Vandalismus zerstört Bleiglasfenster
Leider wurden die farbigen Bleiglasfenster unserer Trothaer Kirche am späten Nachmittag des 27. Januar Opfer von Vandalismus. Ein Steinewerfer zerstörte sie trotz eines vorgelagerten Schutzgitters. An einem Fenster wurde das Schutzgitter heruntergerissen und sogar ein Holm des hölzernen Fensterrahmens zerstört. An dem anderen Fenster ist das Schutzgitter eingeschnitten. Es gingen nicht nur die Scheiben zu Bruch, auch die Bleistäbe sind sehr deformiert, sodass hier wohl rapide Gewalt angewandt wurde.

Der Täter ist bekannt. Von seitens der Gemeinde wurde Anzeige erstattet. Die Schadenshöhe ist immens, ist aber noch genau zu ermitteln.

Mit einem Klick auf die Bilder vergrößern Sie diese.

Hier sehen Sie die noch unzerstörten Fenster.
Diese Aufnahmen sind im Juni 2014 entstanden.
zerstörtes Bleiglasfenster

zerstörtes Bleiglasfenster
Unser Gemeindehaus

Im Oktober 2001 jährte sich zum siebzigsten Mal der Tag der Einweihung unseres Gemeindehauses in der Pfarrstraße. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 29. Juni 1930. Im Beisein des Generalsuperintendenten Dr. Lohmann (Magdeburg) fand am 11. Oktober 1931 die Einweihung des fertigen Bauwerks statt. Vorher hatte unsere Gemeinde außer der Kirche und der „alten Schule“ Pfarrstraße 1 lediglich einen Versammlungsraum im alten „Kaffeegarten“, sowie ab 1912 auch einen Raum im Hause der Familie Hermann Niendorf (Oppiner Straße) zur Verfügung.

Großen Anteil an der Vorbereitung der Baumaßnahme hatte der von 1880 bis 1930 in unserer Gemeinde tätige Pfarrer Dr. Jenrich, der bereits den Bau des Pfarrhauses 1886-89 sowie die Umgestaltung der Kirche 1910/11 geleitet hatte.
Ursprünglich war vorgesehen, das neue Gemeindehaus mit einem Zwischenbau bis zum Pfarrhaus hinüber zu verbinden sowie das Pfarrhaus im Stil dem Neubau anzugleichen, was jedoch aus Kostengründen unterblieb.

Im Jahr 2005 haben wir das Außengelände neu gestaltet. Der Haupteingang hat wieder seine ursprüngliche Funktion, man muss das Haus nicht mehr durch den Seiteneingang betreten. Der marode Zaun ist einem ansehnlichen neuen Zaun gewichen und drei Parkplätze entstanden.

Im Jahr 2010 - 2012 wurden im Innenbereich weitere Bauarbeiten durchgeführt. Die Heizungen im Gemeindehaus sind erneuert, die Fenster und Fassaden saniert, die Außentreppen wurden erneuert und vieles mehr.
Die Räume des ehemaligen Kindergartens haben wir komplett renoviert. Der größere davon dient jetzt als Christenlehreraum, der kleinere Raum kann als Konferenzzimmer genutzt werden. Wir haben hier ist eine Wand als Projektionsfläche hergerichtet. Es können also Bilder und Filme vom PC oder Projektor angeschaut werden. Der ehemalige Christenlehreraum wurde als Lesecafé eingerichtet.

Gemeindehaus

Das nebenstehende Foto vom Beginn der vierziger Jahre zeigt die Innenansicht des Saales, welcher seit 1939 zu Ehren des langjährigen Ältesten unserer Gemeinde „Engelcke-Saal“ heißt.
(Foto: Archiv)

Saal
20 Jahre Trothaer Konzerte

Die Entwicklung der Trothaer Konzerte von 1992 bis 2012

Am 25.06.1992 machte sich der Arbeitskreis Kultur des Kreisvorstandes Halle der FDP Gedanken zur Beförderung des halleschen Kulturlebens in den Außenbezirken. Ich übernahm den halleschen Norden und sprach diesbezüglich mit der Gemeinde St. Briccius, dem Trotha-Gymnasium, dem Komponistenverband und der Bürgerinitiative Gesundes Trotha e.V.. Es war vorgesehen, dass der Komponistenverband Konzerte mit moderner Musik und ich die Werke des Barocks und der Klassik organisieren. Am 11.12.1992 begann es im Trotha-Gymnasium mit einem modernen Konzert (Hanns Eisler, Thomas Müller, Gerd Domhardt). Am 9.05.1993 war dann das zweite Trothaer Kontert (TK) mit einem von mir organisierten Volksliedersingen zum Muttertag im Gemeindehaus St. Briccius; dann folgte als dritte Konzert, wieder ein Modernes im Trotha-Gymnasium (eventuell auch noch am 3.10.1994 eines) Das letzte moderne Konzert fand am 26.11.1994 wieder im Trotha-Gymnasium statt, denn der Komponisten-verband hatte das Interesse an dieser Reihe verloren.

Zwischendurch musizierte ich mit mehreren Sängern und Musikern „Barockmusik“, „Flötenquartette der Klassik“, im sechsten TK „Scheidt Schein - Schütz“, danach „Händel und Bach“ und „Mozart und die Mannheimer“, „Händel und Telemann“, „600 Jahre deutsches Lied“ und „Orthodoxe Chormusik“ (am 22.04.1995 und 9.03.2002 noch mit Prof.H.Goltz). Die meisten Konzerte waren in kleinerer Besetzung aus finanziellen Gründen, aber am 7.06.1998 ehrten wir auch schon „Händel und F. W. Zachow“ (Missa, Triosonate u.a.), am 25.06.2000 (40. TK mit Messen v. Mozart und Maria Leontjewa) sang erstmals das neue Collegium vocale unter Prof. H. Gleim in St. Briccius und zum 50. TK (26.05.2002) führte dieser Chor unter Leitung von Ulrike Stein die Bach-Kantate 21 und von Maria Leontjewa die Uraufführung „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ auf.

Bei den größeren Konzerten half uns z.T. auch das Kulturamt mit finanzieller Unterstützung, aber das diesjährige 99. Trothaer Konzert (am 1.07.2012 unter Maik Gruchenberg mit Maria Leontjewas „Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner“, je einer Kantate von F. W. Zachow und J. S. Bach) trug sich durch die Spenden fast selber.

Solange es mir irgend möglich ist, werde ich diese Konzertreihe mit einer Vielzahl von weiteren Werken fortsetzen, denn dadurch wird auch die Gemeinde St. Briccius unterstützt.

L. Baumgarten

Wir gratulieren zum 100. Trothaer Konzert!

Einhundert Trothaer Konzerte erklangen in zwanzig Jahren, die meisten davon in unserer Kirche. Nehmen wir nur einen Besucherdurchschnitt von 50 Zuhörenden an, wobei es an manchen Sonntag durchaus mehr waren, dann haben sich 5000 Menschen durch die Musik erfreuen, trösten, unterhalten und stärken lassen.

Ludwig Baumgarten hat mit hohem persönlichem Aufwand jedes dieser Konzerte organisiert und vorbereitet. Dabei ist es ihm gelungen, auch über die Generationen hinweg Profimusiker und Musikfreunde zusammenzu-bringen. Musik ist immer auch Verkündigung, und sie erreicht Menschen unabhängig von Bekenntnis oder Kirchenmitgliedschaft. Insofern hat er durch sein Engagement auch dafür gesorgt, dass Kirche in den Stadtteil hinein sichtbar und hörbar wird.

Mit dem 100. Konzert, das er mit Angehörigen seiner Familie und Freunden aufführen wird, begeht er zugleich seinen 70. Geburtstag!

Wir danken ihm für allen Dienst der vergangenen Jahre, gratulieren ihm sehr herzlich zum Geburtstag und wünschen ihm Gottes Segen auf allen seinen Wegen!

Pfrn. Kristin Heyser

 

 

 

Chorjubiläum 1911 - 2011

2011 besteht der Kirchenchor St. Briccius des Kirchspiels Trotha – Seeben in Halle 100 Jahre. Unsere Altvorderen haben Humor bewiesen, als sie das Gründungsdatum für den Kirchenchor auf den 11.01.11 legten. Nun feiern wir an dem Sonntag, der dem 111. Tag nach diesem denkwürdigen Jahrestag folgt.
Wieviele Mitglieder er damals hatte und wie viele seither in diesem Chor gesungen haben, wissen wir nicht. Aber er war von Anfang an ein gemischter Chor und einer seiner ersten Einsätze war die Kirchweihe am 6. August 1911 anlässlich der Erweiterung und des Um-baus der Kirche. Sein erster Kantor Hermann Zeutschel leitete den Chor 15 Jahre lang, dann musste er aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Danach wechselten einige Kantoren, bis 1930 Carl Schmidt kam. Er wirkte 50 Jahre bis 1980 und hat sich um den Chor verdient gemacht. Unter Anderem erklang 1946 der „Messias“ von G.F. Händel. Es war die erste Aufführung in Halle seit dem Händel – Gedenkjahr 1935. Es folgte 1948 das Oratorium „Saul“ von G.F. Händel. Mit ihrem Kantor waren die Sängerinnen und Sänger nun älter geworden.
1979 kam Pfarrer Steinwachs in die Gemeinde und betätigte sich auch in der Chorarbeit. Es kam ein anderer und neuer Schwung in eine verjüngte Chorgemeinschaft.
Nun hat bereits 20 Jahre Frau Elisabeth Opitz die Leitung in den Händen. Zur Zeit sind es 25 Sängerinnen und Sänger, die mit viel Freude geistliche und weltliche Chormusik und auch Gospels singen. Der Chor hat sich an den Themenjahren „Buxtehude“, „Händel im Gottesdienst“ und „Hallesche Kompositionen“ beteiligt.
Seit einigen Jahren werden zu Karfreitag Auszüge aus Passionen von Schütz und Peranda gesungen. Der Chor geht nun mit Schwung in das neue „Jahrhundert“ und freut sich über jeden und jede, die Lust am Mitsingen bekommen.

Cornelia Föhse

Kirchenchor
EKM – Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Seit dem 1. Januar 2009 sind die Landeskirchen der ehemaligen Kirchenprovinz Sachsen und die Evangelisch Lutherische Kirche in Thüringen zur EKM vereint. Die beiden Bischöfe haben dazu einen Brief an die Gemeinden geschrieben.

Lesen Sie hier den Brief an die Gemeinden der EKM Bischöfe der Axel Noack und Christoph Kähler.

ekm-logo

Die Seebener Kirchenmäuse haben Flügel

Unsere Seebener Kirche dient schon seit einigen Jahren als Sommerquartier für Fledermäuse. Der Fledermaus-Spezialist vom Umweltamt Halle Herr Hahn sagt, dass es sich hier sehr wahrscheinlich um das Graue Langohr (Plecotus austriacus) handelt.

Als „Küster“ unserer romanischen Dorfkirche habe ich das Glück, seit einigen Jahren hin und wieder solch einer „geflügelten Kirchenmaus“ zu begegnen. Sobald der Frühling Einzug gehalten hat, sind - besonders im Kirchenturm - Fledermäuse zu beobachten. Oft ist es nur ein einzelnes Exemplar. Aber mitunter flatterten auch schon mal fünf Langohren auf der Jagd nach Insekten durchs Gebälk. Und immer findet der geübte Blick die Hinterlassenschaften der Tiere: kleine schmutzig-bräunliche Kötteln, bestehend aus den zerkauten Chitinpanzern verspeister und inzwischen verdauter Insekten.

Lange Zeit hat Aberglauben für ein angespanntes Verhältnis zwischen Fledermaus und Mensch gesorgt. Heute sind es handfestere Probleme, die den Tieren das Leben schwer machen: Nahrungsmangel durch Lebens- und Jagdraumverlust, die Aufnahme von Schädlingsbekämpfungsmitteln mit den Beutetieren und der Rückgang von Winter- und Sommerquartieren.

Es ist gut, dass die Flugakrobaten der Nacht in unserer alten Dorfkirche alljährlich ein Sommerquartier vorfinden und sich hier heimisch fühlen. Ein kleiner Flecken, an dem diesen bedrohten Tieren das Leben noch nicht unmöglich geworden ist.

 

 

 

 

 

Matthias Töpfer, April 2011

Die Schöpfung bewahren - Wir beziehen umweltfreundlichen Strom

Laut Beschluss vom Gemeindekirchenrat (04.04.2001) beziehen wir in unserer Gemeinde in Zukunft den Strom für Kirche und Gemeindehaus von einem Stromanbieter, welcher nur umweltfreundlich erzeugten Strom liefert. Umweltfreundlich heißt schadstoffarm und atomstromfrei. Nach ausgiebigen Recherchen entschieden wir uns für den Anbieter „LichtBlicK GmbH“. Bei der Erzeugung von LichtBlick-Strom werden pro Kilowattstunde die CO2-Emissionen um 92% gegenüber dem bundesdeutschen Durchschnittswert reduziert.

 
 

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